Kindle Erkenntnisse

Was mir beim Kennenlernen des Kindle von Amazon auffällt. Oder:

Auch beim Kindl kommt der Appetit mit dem Essen.

(Warum kommt jetzt Technik auf der idylle am See? Weil das Thema sich im Computerabend auf Camping Weichselbrunn breit gemacht hat. Siehe https://idylleamsee.wordpress.com/2011/06/24/computerstammtisch/)

Vorausgesetzt wird die Kenntnis von ‘Kindle – das inoffizielle Handbuch’ von Matthias Matting. Dieses Büchlein ist sein Geld allemal wert. Was nicht heisst, dass ich nicht einiges drin vermisse und nicht schon gleich hier Anmerkungen dazu habe. Aber was heißt das schon.

Was Leuten mit wenig Englisch-Verständnis auch schon hilft, ist die deutsche Anleitung von Amazon: Kindle Anleitung 4. Auflage deutsch.pdf. Siehe aber weiter unten wegen Umwandlung in .azw, also mit Textumbruch bei flexibler Textgröße.

generell und überhaupt:

Mangels Vergleich vergleiche ich den Kindle nicht mit anderen e-book-Readern.

Der oder das Kindle ist ein Handschmeichler und in vielen Belangen gut zu bedienen, sowohl was die Logik der Benutzerführung als auch die Handhabung / Fingerhabung anbelangt.

Die Lesbarkeit ist ein Traum, vor allem auch bei Hell / Sonne. Reflexion / Blendung tritt nur auf bei Beleuchtung genau aus Blickrichtung (lesen mit Kopflampe ist nicht so gut, da muss man ihn leicht kippen). Also wirklich fast wie ein Buch. Und genau wie beim Buch sieht man schwarz, wenn es dunkel ist.

Die nicht vorhandene deutsche Lokalisierung ist ein starkes Stück im Sinn von Missachtung. Das Problem ist ja nicht nur die englische Bedienerführung, womit viele noch zurecht kämen. Weder kann man deutsche Umlaute eingeben (s.u.), noch kann er deutsch vorlesen. Auch die eingebauten Web-Links (Suchfunktion) führen nur zur englischen / amerikanischen Seite von google.com oder wikipedia.com. Das ist schon mehr als lästig. Sogar der ‘store’, also der Amazon-Kindle-Bücher-Laden spricht englisch. Da hilft nur, die entsprechenden deutschen Seiten ‘zu Fuß’ aufzurufen, am besten als bookmark im Browser hinterlegt.

Die Tastatur ist gut bis sehr gut. Der beschränkte Platz führt zum Verzicht auf einige Tasten wie z.B. Ziffern und Interpunktion (abgesehen vom Punkt). Völlig überflüssig dagegen ist, dass für viele Funktionen keine Tastenbefehle / shortcuts existieren. Sofern es nicht noch welche gibt, die Matting noch nicht veröffentlicht hat, fehlt da einiges. Ich hoffe, das wird nachgebessert. Vorschläge folgen unten:

WLAN funktioniert tadellos.

Anmerkungen und Erlebnisse:

Nicht synchronisiert mit der App (für PC) werden:

Leseproben

vom Gutenberg Project geholte Bücher

Mit anderen Worten werden offenbar nur von Amazon gekaufte Bücher auf alle Kindles und Apps eines Kontos verbreitet.

Auch die Zuordnung zu ‘Collections’ wird in der PC-App nicht gezeigt.

Umlaute

werden zwar dargestellt, können aber nicht eingegeben werden. Sie kommen in der SYM-Tabelle nicht vor.

Das ist wirklich störend, weil man deshalb auch Wörter mit Umlauten nicht suchen kann (es sei denn, ein Exemplar des Wortes ist gerade sichtbar). Entsprechend können auch beim Arbeiten mit dem Browser keine Umlaute verwendet werden.

Dazu hätte ich mir einen Hinweis von Matthias Matting erhofft.

Dazu habe ich einen Hack gegoogelt ((noch)nicht ausprobiert): http://www.mobileread.com/forums/showthread.php?t=106048

Buch verleihen:

(noch?) nicht in Deutschland!

Tastenbefehle (Alt bzw Shift – Kombinationen):

die ich mir wünsche:

Browseraufruf (momentan nur in Startbildschirm möglich mit einfach die gewünschte Adresse (URL) tippen, was das Suchfeld unten öffnet. Dann Cursor rechts bis ‘goto’

@ Zeichen direkt eingeben (Alt + )

Umschalten Bildschirmausrichtung

Browser

kann keine weitere Seite aufrufen

(Could not open this link because opening multiple windows is not supported).

Deshalb kann man beispielsweise news.google.de nicht benutzen, weil dort jeder Link ein weiteres Fenster öffnen will. Auch beim login für eine e-paper Version unserer Zeitung scheitert man deshalb. Da müsste es doch möglich sein, anstatt diese geistreiche Fehlermeldung zu hinterlegen, den Link einfach umzulenken auf die aktuelle Seite.

Gut, der Browser ist zwar experimental, also Beta. Aber ohne Browser wäre das Gerät für mich höchstens halb so interessant. Und diese Fehlermeldung ist arg überflüssig.

vergisst textgrößeneinstellung bei jedem Seitenwechsel / Artikelwechsel

Das ist durchaus nervig, weil im Browser naturgemäß kleine Schrift eingestellt wird, um die Seite überhaupt darstellen zu können.

Tip am Rande dazu: Beim Browsen auf Querdarstellung schalten, das hilft beträchtlich in der Breite und in der Höhe (Länge) muss man sowieso meist scrollen.

PDF-Darstellung

ist eine der größeren Schwachstellen des Kindle, weil er den Text nur als Bild zeigt, also nicht für größere Schrift umbricht.

Hier hilft die Umwandlung eines pdf durch Amazon: Senden der Datei an name@free.kindle.com mit dem Wort CONVERT im Betreff bringt Sekunden später eine email mit Links für den Download der .azw Datei. Diese wird dann direkt auf alle Kindl-Reader ‘gebeamt’. Sie ist nicht sehr schön formatiert, aber macht immerhin den Textumbruch.

Getestet mit Kindle Anleitung 4. Auflage deutsch.pdf

Breite der bedruckten Bildschirmfläche:

Einer der guten Tips im Buch von Matting: Standardmäßig sind 40 Pixel für den Rand reserviert. Das sieht zwar optisch edel aus, verschwendet aber wertvollen Platz für Text. Durch Änderung eines Eintrags in einer Steuerdatei kann man den Wert ändern. Ich habe es mit 5 getestet, funktioniert! Den Hack gebe ich hier fairerweise nicht weiter, er alleine lohnt den Kauf des Buches (s.o.)

Update zum Verändern des Randes / Breite der Bildschirmfläche (8.7.11):

1) Sobald man Einstellungen zum Schriftbild ändert, beispielsweise Words per line, wird dieser Wert wieder auf Standard gesetzt.

2) 5 ist zu knapp, da sieht man den senkrechten Markierer kaum. Nächstes Mal versuche ich 10.

Links:

http://cme.at/2011/02/12/test-amazon-kindle-konig-der-mittelklasse/

http://cme.at/how-to/pdfs-umwandeln/

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Eine Antwort zu Kindle Erkenntnisse

  1. Theo Dürr schreibt:

    Verwende den Kindle z.Zt. täglich mehre Stunden (v.a. zum Lesen); funktioniert prima, einfach toll! Nur: die Akkulaufzeit ist leider sehr kurz, so dass oft mitten in der Lektüre der „Saft“ weg ist und nur über Ladekabel weitergelesen werden kann.

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