Hundeparadies oder Hunde unerwünscht in der Idylle?

Offenbar sind meine Texte zu unserer Haltung zu Hundehaltern missverständlich oder kommen aus anderem Grund bei manchen Hundehaltern nicht gut an.

Deshalb nochmal Anmerkungen zum Thema: Sein oder Nicht Sein für den Hund in der Idylle am See.

Die unten aufgeführten Zuschriften haben uns in letzter Zeit erreicht. Sie sind stellvertretend für durchaus konträre Meinungen zu unserer Einstellung Hunden gegenüber. Allerdings nicht zahlenmäßig repräsentativ, weil wir überwiegend positive Reaktionen erfahren nach dem Motte: Hundehalter kommen zu uns, weil wir klare Regeln und Vorstellungen haben vom Zusammenleben von Hunden mit Gästen, die keine Hunde Freunde sind.

Die ebenfalls wiedergegebene Antworten von mir sollen nochmal zur Einordnung dienen.

Ich hoffe, dass durch diese Gegenüberstellung noch klarer wird, dass wir ein Hundeparadies sind bzw um uns haben, das allerdings wie alle Paradiese gleichzeitig viel Rücksicht erfordert.

Wer nicht so viel lesen will, sehe einfach auf camping.info die Bewertung der Gäste an in der Kategorie mit Hund:

http://www.camping.info/deutschland/bayern/see-camping-weichselbrunn-19164/bewertung

4,98 von 5 Sternen (eine der höchsten Einzelwertungen über uns) sagt doch deutlich, dass Hund und Gast sich ausgesprochen wohl fühlen bei uns. Wenn da auch nur einer auf den Hund bezogen unglücklich gewesen wäre, könnten wir nie und nimmer diese hohe Bewertung haben.

Die betreffende Seite ist http://www.campingweichselbrunn.de/de/unsere-gaste/hunde-halter.html

Siehe auch unsere sehr persönlichen Anmerkungen zu unserem Hund in Abschied von Ayla


1)

Guten Abend,

euphorisch bin ich im Netz auf Ihren Platz gestoßen, habe ihn auch schon als Favoriten abgespeichert und wollte gerne in der kommenden Saison zusammen mit meiner Familie zu Ihnen kommen!

Aber nun bin ich doch ganz schön ernüchtert- ich habe gerade die “Hunderegeln” gelesen und frage mich, was für schreckliche Camper, Hunde und Diskussionen Sie wohl dazu gebracht haben, so scharf und abweisend zu formulieren. Bei mir bleibt ein Gefühl, mit unserem Schäferhund nicht willkommen zu sein- auch wenn Sie jahrelang ebenfalls von einem solchen begleitet wurden. Meine Empfehlung wäre, Hunde nicht zu erlauben, um ein offensichtlich für Sie schwieriges Thema zu umgehen und Interessenten mit Hunden die Sehnsucht nach dem schönen Platz bei Ihnen zu ersparen- oder zu überlegen, wie die Formulierungen auf Ihrer Seite trotz aller Klarheit einladend wirken könnten. Ich hoffe, es ist nicht anmaßend, Ihnen dies als Feedback zu geben, denn nicht nur ”Unsoziales Verhalten ändert die Welt”- im Gegenteil.

Viele Grüße aus ….


Antwort zu 1)

Guten Abend Herr? / Frau? XYZ ebenfalls,

danke für Ihre Rückmeldung. Wie Sie zu dieser Interpretation kommen, verstehe ich nicht.

1. Sehen Sie sich einfach auf camping.info die Bewertung der Gäste an in der Kategorie mit Hund:

http://www.camping.info/deutschland/bayern/see-camping-weichselbrunn-19164/bewertung

4,98 von 5 Sternen (eine der höchsten Einzelwertungen über uns) sagt doch deutlich, dass Hund und Gast sich ausgesprochen wohl fühlen bei uns.

Lesen Sie auch die Rückmeldungen der Gäste in Prosa und Sie haben eine ziemlich gute Vorstellung von unseren Vorstellungen J

2. Ich schreibe und spreche Klartext: Wer seinen Hund professionell und auch rücksichtsvoll gegenüber Nicht-Hunde-Menschen hält und führt, fühlt sich bei uns wohl, quasi pudelwohl. Die anderen mögen uns tatsächlich verschonen.

Ja, es gibt manchmal Diskussionen mit sogenannten Hunde-„Lieb“habern, bezüglich vermeintlich nötiger Freiheiten, die wir dann lieber nicht führen. Ich fürchte, ich habe fast jedes abwegiges und anmassendes Argument schon gehört.

Ja, Hunde samt Haltern haben das größte Konfliktpotential von allen „Zielgruppen“ gegenüber „den anderen“. Das kann ich nicht ändern, aber wir versuchen trotzdem zugusten der Hunde unsere kleine Welt hier offen zu halten.

3. Wie an diversen Stellen erwähnt, sind wir nicht nur Platzbetreiber mit ehemals (kleinen) Kindern und einer Schäferhündin, sondern auch seit 30 Jahren Camper mit eben dieser Besetzung. Wir können ziemlich gut einordnen, wer rücksichtsvoll ist vs wer meint, sein Hund oder er sei der Mittelpunkt der Welt. Camping funktioniert nur mit viel(!) Rücksicht.

Ich wiederum finde Ihren Vorschlag anmaßend, Hunde zu verbieten und damit den vielen Gästen, die nicht trotz sondern oft genug wegen unserer diesbezüglichen Ansichten und Regeln zu uns kommen, unsere Idylle zu versperren. Sie sind zwar nicht der Einzige, der sich auf den Zeh getreten fühlt, aber deutlich mehr schreiben nach der Lektüre: Danke, dann komme ich gerne mit meinem Hund.

In diesem Sinne würde ich Sie gerne bei uns begrüßen. No risk no fun.

Mit herzlichen Grüßen

aus der Idylle am See – Camping Weichselbrunn


2)

wir haben Ihren Campingplatz über Camping.Info gefunden und Ihre überaus nachvollziehbaren Argumente gelesen.

Gerne würden wir ( m 63 Jahre und w 58 Jahre und mittlerer Hund 3 Jahre ) einen Stellplatz ab 85 qm reservieren.


3)

Hallo,

durch CampingInfo sind wir (Seniorenehepaar mit 2 alte Labradorhündinnen) auf Ihren Platz aufmerksam geworden und hatten vor im Mai für 2 Wochen bei Ihnen Urlaub zumachen.

Gerade habe ich dann Ihre Hunde-/Halterregeln gelesen. Ich finde alles richtig, was Sie schreiben aber der Ton macht die Musik.

Wir machen schon seit vielen Jahren mit unseren Hunden Campingurlaub und haben nur gute

Erfahrungen mit anderen Hundehaltern gemacht, ein Häufchen habe ich auf einem CP noch nie gesehen. Sie scheinen wohl sehr schlechte Erfahrungen gemacht zu haben und sehen viele Hundehalter wohl als eine besondere Sorte Mensch.

Zum Glück gibt es immer mehr CP-Besitzer, die sich entscheiden Hundebesitzer willkommen zu heißen. Die Regeln müssen sein, ganz klar, aber ich möchte mich im Urlaub mit meinen Hunden wohl fühlen. Das Gefühl habe ich bei Ihnen und in Ihrer Gemeinde, so wie Sie die Regeln aufstellen/schreiben nicht.

Mit freundlichen Grüßen


Antwort zu 3)

Hallo Frau X.

danke für Ihre Gedanken zu unseren Gedanken.

Eigentlich wollte ich Ihnen schreiben, dass wir sehr wohl ein Hundeparadies sind.

Ihr Hinweis aber, Sie hätten nie ein Häufchen gesehen, lässt mich vermuten, wir leben in unterschiedlichen Welten oder / und haben unterschiedliche Wahrnehmungen.

Wie mehrfach erwähnt, kennen wir das Geschäft von beiden Seiten und waren etwa 14 Jahre mit Schäfer-Hund campen. Die Erfahrungen mit unserem Campingplatz umfassen mittlerweile 50 Jahre. Darin u.a. enthalten sind ein monatelang ausgefallener Platzwart wegen Biss in die Schulter, ein von einem Hund filetierter anderer Hund, der nicht angeleint war (also der zerlegte), ein Biss in den Unterschenkel meiner Frau, ein bei der Aufnahme vom Platz verwiesener Gast, weil sein Schoß-Hund in der Rezeption einen anderen Gast gebissen hat.

Sorry: Wer nie ein Häufchen gesehen hat, will keines sehen. Das ist dann auch Teil des Problems, das wir vermeiden wollen: Wenn alles, was ein Hund oder sein Halter anrichten kann, derart verniedlicht oder negiert wird, dann gibt es genau die Reibereien, die mich zu klaren Worten greifen lassen.


 

PS:

Wir haben mittlerweile über zweieinhalbtausend Ankünfte von Hunden, also Hundeurlaube (ohne die Hunde der Dauergäste). Insgesamt haben diese Hunde knapp zwanzigtausend Nächte bei uns verbracht.

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Eine Antwort zu Hundeparadies oder Hunde unerwünscht in der Idylle?

  1. Annette Graw schreibt:

    Zu 3)Schön für Sie, dass sich Camper mit Hund bei Ihnen wohl fühlen und sich diese unfreundliche Art, in der die Hundehalterregeln verfasst wurden, gefallen lassen.
    Für mich geht das gar nicht. Sie glauben mir nicht, dass es Campingplätze ohne Hundehäufchen gibt? Wie sieht es denn dann auf Ihrem Platz aus?
    Aber egal, ich werde Ihren Platz nicht besuchen und solange Sie auf CampingInfo so gelobt, werden ist alles gut.

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