Süden und wo es ist speziell in der Idylle am See und was da ist und was da nicht ist, wenn was anderes ist.


Aida Kreuzschifffahrtgesellschaft wird verklagt, weil Südseite Kabine gebucht, aber war gar nicht immer südseitig. (kein Witz, echt jetzt)


Ich denke mir dazu: schlechter Service, tatsächlich. Soll das Schiffchen doch einfach 2000 km vorwärts fahren, sodass der Gast immer südwärts blickt aus seinem Schlafzimmer. Und dann rückwärts zurück. Bleiben wenigstens die Häfen verschont.


Als ich das höre, denke ich, Camper haben solche Probleme nicht. Sind im Einklang mit der Natur und Drehung der Erde und ihres Gefährts. Kennen sich aus mit Sonne und wo und wann.
Aber dann habe ich wieder mal mein Erlebnis aus der Kategorie: Wo ist der Satellit und wo die Sonne mittags und was hat das mit Schatten zu tun und wie wichtig ist Fernsehen für manchen. Sozusagen die Schattenseite des Satellitenempfangs. Auch für mich:


Kommt also Gast, der auch schon mal hier war. Gefällt ihm ein bestimmter Seeblickplatz. Recht hat er, schöne Lage, sehr schöner beruhigender Blick in die mittlere Ferne. Aber: Bekomme ich hier Satellitensignal? Ich: Nein, mit am Dach festgewachsenem Spiegel nicht, aber wir haben Kabelanschluß für Sat-Signal für jeden Platz. Kurze Beratung des Ehepaars. Nein, wir hätten lieber einen Platz, wo wir auch was sehen können und zwar ohne Kabel (meinen das sogenannte Fernsehen, der Seeblick ist sozusagen in den Hintergrund gerückt). Zeige ich auf dem Plan einen unserer wenigen Plätze mit ohne Baum nach Süden. Die Beiden gehen hin, begutachten den Platz, kommen zurück und erkennt der Mann immerhin sofort, dass er dann aber keinen Schatten hätte, weil da ja kein Baum wäre. Da komme ich dann regelmäßig echt in eine grenzwertige Stimmung. Frage ich: wo hat der Satelliten Gott das Ding aufgehängt da oben? Sagt er: Ungefähr im Süden. Punkt! Frage ich: Wo steht der Baum, der am Besten Schatten spendet? Sagt er: Im Süden. Punkt! Sage ich: Ist Ihnen in Ihrem langen Leben (der ist geschätzt älter als ich und ich bin gerade Rentner geworden) nicht schon mal aufgefallen, dass Sie entweder nix sehen, also weder Fern, noch die Sonne mittags, weil Baum, oder eben beides und dann halt mittags schwitzen aber dafür abends Fern sehen? Sagt er: Hmm? Er hat dann einen Nicht-Seeblick mit Kabelanschluß genommen. Denselben, den er schon mal hatte. Mit demselben Kabelanschluß, den er auch am Seeblick gehabt hätte. Muss man nicht verstehen. 


Unser schwimmendes Trampolin zeigt immer nach Süden, erkenne ich daraufhin schlagartig beim nächsten Schwimmen im herrlichen Hammersee. Weil es rund ist. Damit wären der erste Fall zu lösen, der zweite nicht.
Und noch ehe ich diese drei Süd Gedanken niederschreiben kann (muss manchmal sein), schenkt mir eine Gästin die vierte Süd Story:


Kommt mittags rein bei Sonnenschein, stellt Wohnwagen hin und frägt mich, wo hier denn welche Himmelsrichtung sei. Sage ich: Es ist zufällig gerade Mittag, Sie sehen da oben die Sonne? Sagt sie: Und? Frage ich: Wo steht die Sonne mittags? Sagt sie: Oben. (Die Frau ist deutlich älter als ich. Also nicht in dem Alter, wo man möglicherweise Süden mit einer App auf dem Smartphone bestimmt, aber keine Ahnung von der realen Welt hat.) Das war aber noch nicht alles! Sie glaubt mir dann, dass die Sonne zwar durchaus oben, gerne auch weit oben steht, aber doch auch ein bisschen im Süden. Und frägt problemlos: und wo ist hier Westen?
Naja, mittags nach einem langen Vormittag habe ich immer arg Hunger und fühle mich generell so, als könnte ich jetzt meine Mittagspause brauchen. Und denke, es liegt an meinem Ruhe und Energie bedürftigen Gehirn, wenn ich gerade sprachlos bin. 


Kannst du dir nicht ausdenken. Aber diese vier Erlebnisse innerhalb einiger Tage zu erleben, dafür bin ich dankbar. Woanders muss man für sowas Eintritt zahlen.

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Eine Antwort zu Süden und wo es ist speziell in der Idylle am See und was da ist und was da nicht ist, wenn was anderes ist.

  1. Theo Dürr schreibt:

    Au weia! Geht´s noch? Lieber Herr Schießl passen sie nur auf, dass nicht noch die „Vernügungs-GEMA“ diese Geschichten mit Gebühren belegt Sachen gibt´s schon. Man(n) soll´s nicht glauben. Danke für diese in typisch Schießlschem Stil erzählten Erlebnisse. Prima! Wie geht es Ihnen? Was machen die Söhne? Bei uns geht es „normal“ zu, wenn man davon ausgeht, dass wir nur noch Tagesunternehmungen machen. Bleiben sie gesund und alles Gute Ihre Paula und Theo Dürr

    Von meinem iPad gesendet

    >

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